News from a Small Island

... oder: ein Landei in London

Wednesday, November 29, 2006

Der erste Spieltheoretiker

war Goethe. Wusstet ihr das? Also, zumindest war er einer der ersten. Hat man uns heute in der Mikro-Übung beigebracht: er hat versucht seinen Marktwert dadurch zu bestimmen, dass er einen Verleger ein versiegeltes Angebot für ein Gedicht bei einer Vertrauensperson abgeben ließ. Wenn dieses Angebot über dem liegen sollte, was er selbst als (nicht öffentlich bekanntes) Mindestgebot angesetzt hatte, würde der Verleger das Gedicht zum von Goethe angegebenen Preis bekommen. Und theoretisch hätte das auch funktioniert - wenn die Vertrauensperson auch wirklich vertrauenswürdig gewesen wäre.

Danach hatten wir eine kleine Diskussion über die Modellierung von altmodischen Flugzeugentführungen, bei denen der Entführer nur irgenwo hingebracht werden wollte. Dabei haben wir festgestellt, dass der Pilot bei einem "vernünftigen" Entführer gar nicht fliegen muss, weil der Entführer die Bombe nicht hochgehen lassen wird. Wenn der Entführer aber gerne stirbt sollte der Pilot lieber fliegen. Was uns zu der angeregten Diskussion geführt hat, wie man denn dem Piloten glaubwürdig signalisiert, dass man verrückt ist, wenn man es eigentlich nicht ist.

Es wird Zeit für die Weihnachtsferien.

2 Comments:

Blogger Kaiser said...

Sprich, die Wahnsinnigen kommen (zumindest per Flugzeug) leichter ans Ziel? Juchu, endlich mal auf der Gewinnerseite!

Und was Goethe kann, kann ich schon lang, daher erkläre ich mich jetzt zum Erfinder der Spültheorie. Soll heißen ich geh ins Bett und lass das dreckige Geschirr noch einen Tag stehen.

Gute Nacht.

29/11/06 23:51  
Anonymous uli said...

... und wenn du's vorher in einen versiegelten umschlag packst, stinkts am morgen auch nicht so in der bude.

30/11/06 10:54  

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