News from a Small Island

... oder: ein Landei in London

Wednesday, September 06, 2006

Einen schönen Ausgleich

für den gestrigen, überlangen Uni-Tag habe ich schnell gefunden: ich war heute einfach nicht in der vormittäglichen Vorlesung. Bevor jetzt aber jemand meint, den Moralapostel geben zu müssen: es ist uns ausdrücklich gesagt worden, dass wir nicht kommen sollen, wenn wir den Stoff schon beherrschen. Und wann eine Matrix invertierbar ist hab ich schon ein- bis zweimal gehört.

Außerdem hatten wir gestern die Masterthesis-Abgabe eines Mitbewohners zu feiern. Mit Whiskey (zu unserer Schande amerikanischem) und Sushi. Ausschlafen konnte ich aber heute trotzdem nicht, weil heute unser Haus vom Local Council inspiziert wurde, ob es auch wirklich dazu geeignet ist, vermietet zu werden. Unser Vermieter hatte daher das dringende Bedürfnis im Flur vor der Haustür Staub zu saugen. Hab ich schon mal erwähnt, dass mein Zimmer im Erdgeschoß ist?

Also habe ich mich auf den Weg gemacht, ein Fax zu verschicken. Gar nicht so einfach in einer großen Stadt wie London. Bei mir um die Ecke ist eine Post, da habe ich einfach mal nachgefragt, wo man das denn machen könnte. Der hat mich in ein Handy-Geschäft/Internet-Cafe nebendran geschickt. Dort habe ich 20 Minuten gewartet, weil die Hölle los war, nur um dann festzustellen, dass der Ladenbesitzer mit seinem Faxgerät vollkommen überfordert ist und mein Fax nicht schicken konnte. Ich bin also an die Uni gefahren und habe mich im Student Services Centre erkundigt, wo ich das am Campus machen könnte. Die Dame hat mir freundlichst erklärt, dass die Students' Union einen Faxservice anbietet, aber in den Ferien leider um drei schließt. Es war - natürlich - zehn nach drei. Da ich aber sowieso an der SU vorbeimusste um zu meinem Kurs zu kommen, hab ich einfach mal hineingeschaut und festgestellt, dass noch offen war und auch zwei andere Leute faxen lassen wollten. Ich stelle mich also hinten an und unterhalte mich ein bisschen mit den beiden Wartenden (war möglich, da keine Engländer). Bis dem ersten in der Schlange sein zu faxendes Dokument zurückgegeben wird mit den Worten "I'm afraid the fax doesn't seem to work."

Kurz darauf hat der nette Mensch von der SU aber bemerkt, dass er sich auf dem Faxbericht nur verlesen hatte und dass alles in Ordnung ist. Ich konnte mein Fax also abschicken. Juhu.

Eigentlich wollte ich heute eine ganz andere Geschichte erzählen. Die weiß ich aber dummerweise gerade nicht mehr. Also bleibt mir nur die Auflösung zur Frage des vorletzten Posts: Mumps.

2 Comments:

Blogger Kaiser said...

Erinnert mich sehr an die Anekdote aus meinem Buch zur Linguistikeinführung:

…a member of her chambers was in court one Monday morning when the judge said,
“I’m afraid we’ll have to adjourn the case. I’ve written my judgement out, but left it in my cottage in Devon and I can’t get it sent here until tomorrow.”
“Fax it up, my Lord”, the helpful barrister suggested, to which the judge replied,
“Yes, it does rather.”

Die Pointe funktioniert mit amerikanischem Akzent natürlich nicht.

6/9/06 22:19  
Blogger Karla said...

Ganz schön anstrengend für ein kleines Fax - Mann sind die kompliziert - äh - unfähig! Viel Spaß bei schwierigeren Sachen!

7/9/06 21:11  

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